Das gestrige Rollenspiel "Gruppennoten" habe ich eine gute Übung gefunden.
Ich hatte in unseren drei Durchgängen nie die Rolle der Mediatorin, konnte aber trotzdem viel mitnehmen. Es war gut, sich einige Dinge wieder in Erinnerung zu rufen aus den Erfahrungen des ersten Rollenspiels. In dem Sinne gab es für mich auch "Aha-Erlebnisse". Besonders Dinge wie direktes Ansprechen, auf Regeln hinweisen, offen lassen, wer anfängt mit erzählen etc. hatte ich nicht mehr so präsent.
Besonders bewusst geworden ist mir gestern, wie wichtig es ist, ein solches Gespräch gut vorzubereiten. Besonders, wenn man das im Alltag so erlebt, hat man mehr Informationen zur Situation und den beteiligten Personen. Trotzdem oder gerade deswegen ist eine detaillierte Vorbereitung sehr wichtig. Man kann sich weniger von seinen Gefühlen leiten lassen, hat aber auch besser den Überblick. Ich denke, dass es dem Gespräch hilft, wenn man sich als Mediator schon Gedanken gemacht hat über den genauen Ablauf, wie man gewisse Punkte ansprechen kann und über die Ziele des Gesprächs. Man darf sich aber nicht zu sehr daran klammern, denn es können unerwartete Reaktionen kommen, die zu unerwarteten Wendungen führen können.
Ich habe während meiner Gymi-Zeit einige Konflikte erlebt, wo es um die Notengebung ging. Jedoch war da meist meine ganze Klasse unzufrieden, teils auch noch unsere Parallelklasse dazu. Wir haben immer versucht, zuerst das Gespräch mit der betreffenden Lehrperson zu suchen, jedoch war das alles immer sehr unkoordiniert. Ich denke, wie wären erfolgreicher gewesen, wenn wir uns im Voraus überlegt hätten, was sind unsere Mindestforderungen, welche Punkte wollen wir besprechen und auch welche Anliegen uns am wichtigsten sind.
Meistens hat es so geendet, dass an den Noten nichts geändert wurde, jeder von uns stocksauer gewesen ist und die Lehrperson uns bei der nächsten Prüfung indirekt bestraft hat mit noch strengerem Notenmassstab oder einer extrem schwierigen Prüfung.
Ich hoffe zwar nicht, dass ich wieder einmal in so eine Situation komme, bin mir aber sicher, dass ich dann eine andere Herangehensweise wählen werde.
Dienstag, 21. Mai 2019
Montag, 29. April 2019
Hasenwald vs. Kies
Das heutige erste Rollenspiel war meine erste direkte Erfahrung mir Mediation. Ich wurde auch gleich ins kalte Wasser geschmissen, indem ich in der ersten Runde die Rolle der Mediatorin übernehmen musste (war aber auch gut so :)).
Grundsätzlich habe ich mich nicht extrem wohl gefühlt mit dieser, Rolle, eher etwas überfordert. Dies lag vor allem daran, dass ich die Inhalte der einzelnen Phasen noch zu wenig kannte und mir teils auch nur schwer etwas darunter vorstellen konnte. Einfach so aus dem Stegreif in diese Rolle zu schlüpfen war für mich schwieriger als gedacht. All die kleinen Dinge, wo man noch darauf achten sollte überforderten mich zwar, aber in einer guten Weise. Das Feedback meiner Gruppe hat aber gezeigt, dass ich meine Unsicherheit ziemlich gut überdecken konnte. Sie haben es mir wohl nicht so sehr angemerkt, wie ich gedacht habe.
Ich denke, gerade weil ich mich eher überfordert als gut vorbereitet gefühlt habe, konnte ich am meisten dabei lernen. Ich habe viele Fehler gemacht, aber genau dass ist für mich ein wichtiger Lernprozesse. All die Kleinigkeiten, die mir selber nicht aufgefallen sind und wir in der anschliessenden Diskussion herausgefiltert haben, werden mir wohl viel besser in Erinnerung bleiben und ich werde mich in kommenden Mediations-Rollenspielen eher darauf achten.
In der zweiten Rolle, als genervte Vertreterin der Stadt habe ich mich schon eher wohl gefühlt. Es fiel mir leichter, mich in die Rolle hineinzugeben und es zu verkörpern. Es fällt mir aber allgemein leichter, eine klare Position zu beziehen, als die neutrale Person in der Mitter zu sein. Dies weiss ich von früheren Konfliktsituationen...
Grundsätzlich habe ich die Aufgabe aber gut gefunden. Während dem Mittagessen haben wir noch diskutiert, ob es sinnvoll war, die Gruppen so zu durchmischen oder ob es vielleicht nicht besser gewesen wäre, wenn man diese erste Aufgabe mit Menschen machen könnte, die man etwas besser kennt. Wir sind aber zu keiner abschliessenden Meinung gekommen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Auch die Inputs zum Aktiven Zuhören, Paraphrasieren und Fragenstellen der ersten beiden Lektionen haben mir sehr viel gebracht. Ich finde es immer wieder überraschend, wie viele kleine Dinge einem eigentlich klar sind, man sich aber viel zu wenig darauf achtet und genau dann viele "Fehler" macht in einem Gespräch. Solche Sachen wieder einmal zu hören und in Erinnerung rufen finde ich persönlich enorm hilfreich!
Grundsätzlich habe ich mich nicht extrem wohl gefühlt mit dieser, Rolle, eher etwas überfordert. Dies lag vor allem daran, dass ich die Inhalte der einzelnen Phasen noch zu wenig kannte und mir teils auch nur schwer etwas darunter vorstellen konnte. Einfach so aus dem Stegreif in diese Rolle zu schlüpfen war für mich schwieriger als gedacht. All die kleinen Dinge, wo man noch darauf achten sollte überforderten mich zwar, aber in einer guten Weise. Das Feedback meiner Gruppe hat aber gezeigt, dass ich meine Unsicherheit ziemlich gut überdecken konnte. Sie haben es mir wohl nicht so sehr angemerkt, wie ich gedacht habe.
Ich denke, gerade weil ich mich eher überfordert als gut vorbereitet gefühlt habe, konnte ich am meisten dabei lernen. Ich habe viele Fehler gemacht, aber genau dass ist für mich ein wichtiger Lernprozesse. All die Kleinigkeiten, die mir selber nicht aufgefallen sind und wir in der anschliessenden Diskussion herausgefiltert haben, werden mir wohl viel besser in Erinnerung bleiben und ich werde mich in kommenden Mediations-Rollenspielen eher darauf achten.
In der zweiten Rolle, als genervte Vertreterin der Stadt habe ich mich schon eher wohl gefühlt. Es fiel mir leichter, mich in die Rolle hineinzugeben und es zu verkörpern. Es fällt mir aber allgemein leichter, eine klare Position zu beziehen, als die neutrale Person in der Mitter zu sein. Dies weiss ich von früheren Konfliktsituationen...
Grundsätzlich habe ich die Aufgabe aber gut gefunden. Während dem Mittagessen haben wir noch diskutiert, ob es sinnvoll war, die Gruppen so zu durchmischen oder ob es vielleicht nicht besser gewesen wäre, wenn man diese erste Aufgabe mit Menschen machen könnte, die man etwas besser kennt. Wir sind aber zu keiner abschliessenden Meinung gekommen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Auch die Inputs zum Aktiven Zuhören, Paraphrasieren und Fragenstellen der ersten beiden Lektionen haben mir sehr viel gebracht. Ich finde es immer wieder überraschend, wie viele kleine Dinge einem eigentlich klar sind, man sich aber viel zu wenig darauf achtet und genau dann viele "Fehler" macht in einem Gespräch. Solche Sachen wieder einmal zu hören und in Erinnerung rufen finde ich persönlich enorm hilfreich!
Sonntag, 21. April 2019
Meine Erwartungen an das Modul
Das Modul "Umweltmediation" hat mich schon bei der Kurzbeschreibung angesprochen. Ich konnte bisher in meinem Studium noch kein vergleichbares Modul besuchen und möchte in nun noch etwas Neues lernen.
Ich habe schon viel von Mediation gehört und gelesen, mich aber nie genauer mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich denke, in der Mediation liegt enorm viel Potenzial zur friedlichen Konfliktlösung und zu einer angemessen Gesprächskultur.
Ich schätze es sehr, dass das Modul auf Deutsch durchgeführt wird, da ich denke, dass ich später am ehesten solche Gespräche auf Deutsch führen muss und die Wortwahl und die Formulierung entscheidende Rollen spielen.
Im Allgemeinen finde ich es in der heutigen Zeit enorm wichtig, eine gepflegte Aussprache zu haben und bewusst formulieren zu können. Viele Konflikte gründen meiner Meinung nach auf klassischen Missverständnissen, welche durch unklare Ausdrucksweise zustande kamen.
Das ganze gepaart mit dem Aspekt der Umwelt und den Konfliktpotentialen in diesem Metier wird mir hoffentlich eine gute Grundlage für meinen weiteren Ausbildungs-/Arbeitsweg geben. Es gibt sehr viele unterschiedliche Richtungen innerhalb dieses Feldes, wo Konflikte auftreten können. In welche Richtung es mich genau verschlägt, weiss ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.
Ich erhoffe mir, in diesem Modul zu lernen, wie ich Konfliktpotenziale erkennen kann, ein Gespräch solide zu führen und bewusster zu formulieren. Ich denke, dies sind Kompetenzen, die wir vor allem in den geplanten Rollenspielen erlernen und üben können. Deshalb erachte ich diese als sehr wertvoll. Ich finde es zudem gut, dass das Modul nicht so unter Zeitdruck steht, wie andere, sondern wir uns Zeit nehmen können, die Gedanken zu verschiedenen Situationen auszutauschen und auch für uns selbst zu reflexieren.
Persönlich habe ich in letzter Zeit einige Konflikte ausgetragen. Ich habe mir im Zuge des ersten Modulblocks Gedanken zu meinem Verhalten gemacht. Mir ist aufgefallen, dass ich sehr schnell in einen "Selbstschutz-Modul" verfalle. Jedoch kann ich in unterschiedlichen Situationen mich entweder zurückziehen oder auch voll auf Angriff gehen. Ich bin gespannt, was ich noch so alles über mich selbst erfahren werde im weiteren Verlauf des Moduls.
Ich bin motiviert für die kommenden Blöcke und freue mich auf viele spannende Diskussionen und Erfahrungen.
Ich habe schon viel von Mediation gehört und gelesen, mich aber nie genauer mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich denke, in der Mediation liegt enorm viel Potenzial zur friedlichen Konfliktlösung und zu einer angemessen Gesprächskultur.
Ich schätze es sehr, dass das Modul auf Deutsch durchgeführt wird, da ich denke, dass ich später am ehesten solche Gespräche auf Deutsch führen muss und die Wortwahl und die Formulierung entscheidende Rollen spielen.
Im Allgemeinen finde ich es in der heutigen Zeit enorm wichtig, eine gepflegte Aussprache zu haben und bewusst formulieren zu können. Viele Konflikte gründen meiner Meinung nach auf klassischen Missverständnissen, welche durch unklare Ausdrucksweise zustande kamen.
Das ganze gepaart mit dem Aspekt der Umwelt und den Konfliktpotentialen in diesem Metier wird mir hoffentlich eine gute Grundlage für meinen weiteren Ausbildungs-/Arbeitsweg geben. Es gibt sehr viele unterschiedliche Richtungen innerhalb dieses Feldes, wo Konflikte auftreten können. In welche Richtung es mich genau verschlägt, weiss ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.
Ich erhoffe mir, in diesem Modul zu lernen, wie ich Konfliktpotenziale erkennen kann, ein Gespräch solide zu führen und bewusster zu formulieren. Ich denke, dies sind Kompetenzen, die wir vor allem in den geplanten Rollenspielen erlernen und üben können. Deshalb erachte ich diese als sehr wertvoll. Ich finde es zudem gut, dass das Modul nicht so unter Zeitdruck steht, wie andere, sondern wir uns Zeit nehmen können, die Gedanken zu verschiedenen Situationen auszutauschen und auch für uns selbst zu reflexieren.
Persönlich habe ich in letzter Zeit einige Konflikte ausgetragen. Ich habe mir im Zuge des ersten Modulblocks Gedanken zu meinem Verhalten gemacht. Mir ist aufgefallen, dass ich sehr schnell in einen "Selbstschutz-Modul" verfalle. Jedoch kann ich in unterschiedlichen Situationen mich entweder zurückziehen oder auch voll auf Angriff gehen. Ich bin gespannt, was ich noch so alles über mich selbst erfahren werde im weiteren Verlauf des Moduls.
Ich bin motiviert für die kommenden Blöcke und freue mich auf viele spannende Diskussionen und Erfahrungen.
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